Mittwoch, 20. Oktober 2021
Besuch des Wildparks Bruderholz in Winterthur, mit Führung.
Organisation: Urs Mäder: Bericht: Elisabeth Jud; Bilder: Susanne, Rolf, Urs.
Webseite Wildpark: > hier klicken <

Der Wildpark gilt als Naherholungsgebiet der Region und liegt mitten im riesigen Eschenbergwald zwischen der Altstadt und der Töss. Der Name Bruderhaus geht weit zurück auf Franziskaner-Brüder, die ursprünglich hier lebten. Die Leitidee des Wildparks ist, die Natur- und die Tierwelt als Teil der Kulturlandschaft erleb- und begreifbar zu machen.
Wildtiere sind keine Kuscheltiere, die Bedürfnisse der Tiere in der freien Wildbahn sowie in der menschlichen Obhut sollen anschaulich vermittelt werden. Der Tierpark wird im Interesse der Tiere kontinuierlich weiterentwickelt, dies auch durch die Unterstützung des Wildparkvereins.
Für ca. 1 ½-Stunden waren wir anschliessend im gross angelegten Wildpark unterwegs, wo wir die Gehege der verschiedenen Wildtiere vorfanden.
Wir staunten über das grosse weitverzweigte Geweih des männlichen Rothirsches und erfuhren, dass er dieses jeweils im Februar abwirft um es nachher wieder neu aufzubauen.
Rothirsch
Eher fremd mutete uns das Wisent an, ein Herdentier, das anfangs des 20. Jahrhunderts vollständig ausgerottet war und nur dank einzelner Tiere in den zoologischen Gärten überlebte.
Wisent
Nicht zu den uns bekannten Wildtieren gehört auch der Vietnamsikahirsch, welcher zur Familie der Geweihträger gehört. Auffällig ist das gefleckte Fell dieser Hirsche, welches diesen Waldbewohnern eine gute Tarnung bietet. Wir konnten keines der Tiere sehen.
Vietnamsikahirsch (Foto Wildpark Bruderhaus)
Wildschwein

Staunen löste auch die Betrachtung der Europäischen Mufflons aus. Einzigartig fallen die schönen schneckenförmigen Hörner der männlichen Tiere auf sowie das herdenhafte Verhalten. Im selben sehr grossen Gehege befinden sich die Przewalskipferde, welche für uns auch unbekannt sind, Wildpferde, die nicht geritten werden können. Eine kurze Stehmähne ist für dieses Tier charakteristisch. Obwohl das Zusammenleben dieser beiden Tierarten in der Wildnis nicht vorkommt, gilt die Zusammenführung hier als geglückt.
Mufflons und Przewalskipferd
Da er einen grossen Auslauf mit vielen Versteckmöglichkeiten hat, gelang es uns nicht einen Wolf zu erspähen, jenes Wildtier das bei uns immer wieder zu Diskussionen Anlass gibt.
Wolf (Foto: Wildpark Bruderhaus)
Während der Führung erfuhren wir von Frau Werren viele interessante Erklärungen und Hintergründe über die verschiedenen Wildtiere. Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme sind ein zooübergreifendes Projekt zur gezielten und koordinierten Zucht von in Zoos gehaltenen Tierarten. Damit soll auch das Töten von Tieren vermieden werden
In einem kleinen Besucher Pavillon erhielten wir noch letzte Informationen und konnten noch verschiedene Tier-Präparate betrachten, bevor wir uns nach einem erholsamen Nachmittag auf den Heimweg begaben.
Informations-Pavillon
Eine Guppe fuhr mit dem Bus zum Bahnhof, eine andere nahm den Weg zur Bushaltestelle Breite unter die Füsse, durch den prächtigen Eschenbergwald.
Herzlichen Dank Urs für die Organisation dieses interessanten Anlasses.
Bildershow von Urs