Donnerstag 20.09.2018
Besichtigung der Seilerei Kislig, Winterthur






Das Seilmachen sieht gar nicht so schwierig aus. Das Prinzip ist einfach: Aus dünn, klein und fein wird mittels Verdrehen dicker, grösser und reissfester. Das Herstellen selber brauche Konzentration und viel „Gschpüri“. Einzelne Fäden werden erst zu Strängen verdreht, diese wiederum werden dann an die Seilschlagmaschine gehängt und miteinander zu einem Seil verdrillt. Dabei marschiert der Seilmacher immer wieder hin und her. Seine Schrittgeschwindigkeit entscheidet, wie stark und regelmässig das Seil wird. Die Seile werden gedreht aber auch geflochten oder gezöpfelt.
Seile entstehen aus den Naturfasern: Flachs, Hanf, Jute, Kokos, Baumwolle, Sisal oder aus Kunstfasern. Da die Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert werden, ist es möglich, Kleinstmengen oder Sonderanfertigungen herzustellen. So werden auch Heunetze, Verlängerungskabel, Garderobenseile, Uhren Antriebseile, Springseile, Zauberseile etc. hergestellt.
Martin Benz versteht es, spannende Geschichten aus dem langen Leben der Seilerei Kislig zu erzählen. Er versteht es aber auch, die Herstellung der Seile anschaulich und mit viel Humor zu beschreiben. Herzlichen Dank an Martin Benz für die sehr interessante Führung.
Anschliessend besuchten wir den Verkausladen. Hier konnten viele Seilarten bewundert und gekauft werden.
Mehr Bilder sehen Sie in der Show von Urs.